Alter Traum und neue Heimat

Nein, ich bin nicht verschollen, nur voller Begeisterung auf dem Weg ins Cockpit vorangeschritten. Mittlerweile habe ich mich in meiner neuen Heimat Essen eingelebt und finde Zeit, die Erlebnisse und Erfahrungen der letzten Monate hier im Blog zu schildern.

Nach dem Umzug von Hamburg ins Ruhrgebiet ging es auch schon direkt los mit dem ersten Theorieblock im TFC Flight Training Center. Spannend, wenn man die Mitschüler, mit denen man die nächsten zwei Jahre zusammen sein wird, das erste Mal trifft. Wie nicht anders zu erwarten, bin ich mit einigem Abstand der “Senior” des Kurses und, zu meinem Erstaunen, auch der Einzige mit Motorflugerfahrung bzw. einer PPL in der Tasche. Der erste Block war daher mehr oder minder eine Wiederholung für mich, aber irgendwas lernt man immer dazu. Außerdem hilft es einem selbst fit im Stoff zu bleiben, wenn man den Mitschülern Nachhilfe gibt. Im Gegensatz zu den Kollegen konnte ich die Sache ja auch recht entspannt angehen, da ich keine PPL-Theorieprüfung und keine Prüfung zum BZF-Funkzeugnis mehr ablegen musste. Die einzige Prüfung, die ich freiwillig abgelegt habe um die Gültigkeit zu verlängern, war die ICAO-Sprachprüfung in Englisch. Außerdem habe ich die Zeit genutzt und jedes Thema, das im PPL-Unterricht behandelt wurde, im ATPL-Lehrmaterial zu vertiefen. Der große ATPL-Theorieblock beginnt zwar erst im Januar, aber schaden kann es nicht, rechtzeitig zu lernen.

Da ich direkt am TFC-Gelände wohne, verbringe ich die Abende bei schönem Wetter ganz gern dort vor der Tür bzw. in der Cafeteria. Man trifft ständig jemanden, mit dem man bei einer Tasse Kaffee einen Plausch über Fliegerei halten kann. Da im Training Center mehrere Simulatoren stehen, kommen rund um die Uhr Crews her, die ihre jährlichen Checks machen und so habe ich schon jede Menge interessante Gespräche mit Checkkapitänen und Cockpitbesatzungen diverser Fluggesellschaften geführt.

Rund um die Uhr Betrieb bei TFC

Rund um die Uhr Betrieb im Flight Training Center am Rehmanns Hof in Essen

Treffpunkt mit Flair - Caravelle-Simulator in LTU-Lackierung in der Cafeteria

Treffpunkt mit Flair – Caravelle-Simulator in LTU-Lackierung in der Cafeteria

Auch mit den Kollegen aus den Parallel- und Vorgängerklassen von Air Berlin und Aerologic gibt es immer etwas auszutauschen. Kabinencrews sind ebenfalls häufig am TFC-Center, da hier Kabinensimulatoren stehen, mit denen Evakuierungen und Brandbekämpfung trainiert werden können.

Ein Highlight in der bisherigen Theorieausbildung war, dass auch unser Kurs im Rahmen der Flight Safety-Schulung den Umgang mit Feuerlöschern im Flugzeug trainiert und gelernt hat, wie man die Kabine über eine Notrutsche verlässt – spaßige Sache mit ernstem Hintergrund…

Unser Kurs mit sportlicher Einlage im Cabin Evacuation Trainer.

Unser Kurs mit sportlicher Einlage im Cabin Evacuation Trainer.

Fazit: Alles in allem ein professionelles Umfeld, wie ich es mir für meinen weiteren Weg gewünscht habe.

Seit einer Woche hat nun der erste Praxisblock begonnen und ich bin endlich wieder in der Luft – dazu in den kommenden Tagen mehr.

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